Man braucht auch keinen Helfer:
Einfach ein Mal (vordergründig erfolglos) am Hebel ziehen. Auch wenn die Klappe vereist ist und deshalb nicht öffnet, entriegelt der Mechanismus trotzdem.
Dann in Ruhe vorne die Klappe bearbeiten bis sie aufgeht (ganz ohne weiteres Hebelziehen). Dabei nur darauf achten, die Klappe dabei nicht versehentlich wieder ganz (fast unmerklich, weil ja vordergründig noch festgefroren) zuzudrücken, sprich erneut zu verriegeln.
Das Problem ist aber, dass die Schließbolzen zurückschnalzen, wenn man den Hebel im Innenraum loslässt. Es sei denn, es ist so kalt, dass die Schmiere im Schließmechanismus so zäh wird, dass die Bolzen nur träge in ihre Verschlussposition zurückwandern. Dann hat man kurz Zeit, die Klappe händisch in Bewegung zu setzen. Da bringt aber nur eine Bewegung strack nach vorne etwas, weil das die erste Bewegung ist, die die Klappe im Normalfall macht. Alle anderen Eingriffe beschleunigen die Verschlussbolzen in ihre Schließposition und die zeigen dir dann hämisch grinsend den Stinkefinger. Für die Bewegung nach vorne fehlt aber ein Griff, wie sie zum Beispiel der VW-Käfer* vorne an der Haube hatte.
Man könnte da einen Türknauf in das Dacia Logo schrauben, oder wendet meine Wurschtkordelmethode an.
Es gibt aber einen Weg die Klappe zu öffnen, wenn man nichts vorbereitet und wirklich nichts an Hilfsmitteln außer langen Fingernägeln dabei hat.
Es genügt, hier in den oberen Spalt die Fingernägel reinzupressen und die Klappe minimal nach vorne zu bewegen. Das reicht meist schon aus, das Eis zu brechen und die weiteren Bewegungen nach vorne und nach oben sind dann kein Problem mehr - heute morgen getestet.
Wer Angst um seine Fingernägel hat, oder selbige zu kurz sind, nimmt die Vorderkante des Eiskratzer - der bei diesem Wetter sowieso unverzichtbar ist.
* der Käfer hatte bis 7/67 das gleiche Problem - da musste man die vordere Haube öffnen, um ihn "laden", sprich betanken zu können. Im Innenraum war ein Knopf zum ziehen, vorne immerhin ein Griff zum Öffnen der Haube.