Mich hat es in der Vergangenheit auch schon öfter erwischt und besonders wieder in den letzten Tagen, wo ich öfter aushäusig laden musste. Die ganzen Hirschtalgmassaker und Handkantenschläge haben nichts gebracht, auch keine Duschbäder mit Frostschutz oder Isopropanol. Ein Heizlüfter nützt unterwegs nur als Wurfgeschoss und bei Ikea erst mal die Klappe mit den 12V Föhn anzublasen, dürfte ziemlich albern aussehen. Der Einsatz körperwarmer Flüssigkeiten würde mir dort mit Sicherheit ein Hausverbot einbringen. Ich hatte ja schon die
Lasso/Zollstock Methode erfolgreich angewendet, aber die hat auch ihre Grenzen, besonders wenn man den Zollstock zuhause vergessen hast. Die elektrische Beheizung war mir ebenfalls immer zu aufwändig.
Die letzten Tage habe ich mir mit simplem Klebeband geholfen. Das sieht zwar billig aus, funktioniert aber.
In den letzten 14 Tagen hat mich diese Methode nie im Stich gelassen.
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Mit diesen popeligen Streifen habe ich die Klappe immer aufbekommen. Zunächst wird der Öffnungshebel per Lasso, Handschuh oder Beifahrer/in in der Auf-Stellung fixiert, dann wird an den Klebebändern mit einen herzhaften Ruck nach vorne aufgezogen - funktioniert!
Das ist freilich keine Dauerlösung. Mir ging es erstmal darum. ob meine Überlegungen zur Öffnungsmechanik richtig sind. Die Klappe macht nämlich zunächst eine Bewegung horizontal nach vorne, bevor sie in eine Vertikalbewegung nach oben über geht. Dies horizontale Bewegung kostet viel Kraft, die die Federn nicht hergeben, wenn sie zusätzlich noch eine Eisschicht überwinden müssen.
Zum Ziehen ist an der Klappe nichts dran, da müsste man mitten in das Logo ein Fingerloch reinbohren oder einen Schubladenknauf anbringen. Der Zug an den Klebebändern reicht aber schon aus, um das Eis zu brechen, diese Kräfte genügen bereits.
Meine finale Lösung heißt Schnürsenkel statt Klebeband und kostet nur 15 Minuten Zeit, benötigt einen 8er Steckschlüssel und einen Kreuzschlitzschraubendreher.
Zunächst wird die Klappe abgebaut, das sind 4 Muttern M8 auf der Innenseite der Klappe:
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So sieht der Spring nackig aus:
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Auf der Rückseite der Klappe befinden sich 11 Kreuzschlitzschrauben, die vordere und hintere Hälfte zusammenhalten. die werden abgeschraubt:
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Jetzt nehmen wir uns das hintere Teil der Klappe vor. Auf der Unterseite befinden sich zwei quadratische Ablauflöcher - wir müssen also nichts bohren:
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Zur besseren Sichtbarkeit habe ich da mal eine Stricknadel in eines der Löcher gesteckt. Durch die beiden Löcher wird ein Stück Nylonschnur 4mm (oder ein Schnürsenkel) gesteckt und innen verknotet. 20cm Schnurlänge genügen. Dann wird der ganze Schmonzes wieder zusammengebaut und zurück an den Spring geschraubt.
So sieht dann die fertige Lösung aus:
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Ein Zug nach vorne genügt, um die Klappe zu lösen. Die Schnur fällt nicht auf und stört auch nicht die Aerodynamik. Die Klebebänder habe ich natürlich entfernt.