Zuhause laden - Empfehlungen

Eine 11 kW wallbox muss man in der Regel mit 20 A absichern, da die Sicherungen nicht zu 100prozent belastet werden sollten, das steht in den Datenblätter der jeweiligen Leitungsschutzschalter, neozed etc. Ob der 2,5qmm mit 20A vorgesichert werden darf ist abhängig der Verlegeart, Umgebungstemperatur, Häufung und Kabelart. Da der Spring Einphasig ladet bis zu 32A, könnte man direkt mit dem 6qmm oder besser 10qmm eine CEE32 installieren um hier genug Reserve zu haben wenn nötig. Eine anmeldepflichtige 22KW wallbox sollte dann auch eher mit 40A vorgesichert werden wenn die Leitung dass den zulässt. Ich schreibe das hier eher so wie es laut Normen gemacht werden sollte und durch gute Elektrobetriebe gehandhabt wird. Ob die Hauptverteilung überhaubt diese Leistungen tragen kann ist ein anderes Thema. Persönlich würde ich 5x6qmm nehmen, 32A absichern, CEE 32 Steckdose, 7KW Ziegel nehmen und diesen bei 25A einstellen.
Hab mich vertippt, 22kw ist bewilligungspflichtig und 11kw anmeldepflichtig.
 
da die Sicherungen nicht zu 100prozent belastet werden sollten, das steht in den Datenblätter der jeweiligen Leitungsschutzschalter, neozed etc
Hast du dazu mal eine Quelle, da mir dies so nicht bekannt ist 16A Nennstrom bedeutet bis 16A belastbar und dies auch dauerhaft, wenn sich da was geändert hat würde ich gerne die Quelle wissen.
 

"Auslösekriterien nach Norm (DIN EN 60898-1)​

Für die gängige B-Charakteristik gelten folgende Grenzwerte bei einer Umgebungstemperatur von 30 °C:

  1. Keine Auslösung bei 1,13 × In:
    Ein LS mit 16 A darf dauerhaft mit bis zu 18,08 A belastet werden, ohne auszulösen – jedoch nur, wenn die Leitung dies auch verkraftet.
  2. Sichere Auslösung bei 1,45 × In:
    Bei 23,2 A (1,45 × 16 A) muss der Schalter innerhalb einer Stunde auslösen."
"
Die Auslöseleistung nimmt mit steigender Umgebungstemperatur ab:
  • Bei 45 °C kann ein 16 A-Schalter bereits bei 13 A auslösen."

Quelle: Google KI

Ich weiß, man soll dem nicht alles glauben. Aber die Aussage entspricht auch dem, an das ich mich erinnere.
Was die Temperatur angeht: Ich habe in meiner Elektrik noch keinen LS, der mir ungewöhnlich warm vorkam. Also 30° ist schon nicht üblich.

PS: In ist der Nennstrom, also der Zahlenwert auf dem LS.
 
Das ist die klassische überlast Auslösung, 1,13 bis 1,45 x In
Das war schon vor 50 Jahren so.
Bis jetzt hatte ich noch nie Probleme mit zu frühen auslösen, liegt vielleicht auch daran, das ich tagsüber fahre und nachts lade, da war es hier in Köln noch nie 45°C. 🤷‍♂️

Yep der Nennstrom ist der In der auf dem Automaten steht B16A Nennstrom 16A Auslösexharakteristik B.
 
Selbst über Tag hatte ich das noch nicht. Mag aber daran liegen, das ich aus kölner Sicht im hohen Norden lebe - also zumindest 80km weiter nördlich. :cool:
 
@sardello

Green UP Steckdose mit 20 A bei 2,5mm Kabel und über Kaufland de im Onlineshop gibt es einstellbare Ladeziegel von 6 - 16 A
Bei den wenigen Km bei Dir sollte das ausreichen und kostet keine grosse Summe

Preis - Leistung - ist da dann passend zum Spring
beim Homeoffice nehme ich an das Du nicht unbedingt schnell Laden musst

Empfehlung = das Fahrzeug am Besten nach Heimkehr Laden,
da ist der Akku noch Warm und die Zellen lassen sich besser Laden
 
Hast du dazu mal eine Quelle, da mir dies so nicht bekannt ist 16A Nennstrom bedeutet bis 16A belastbar und dies auch dauerhaft, wenn sich da was geändert hat würde ich gerne die Quelle wissen.
Annahme ist, das die benachbarten Leitungsschutzschalter annähernd Im Nennstrom betrieben werden und/oder die Umgebungstemperatur 35 Grad oder höher ist. Hier beispielhaft Hager
 

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@Rico
Danke, na ja Umgebungstemperatur über 35°C ist jetzt nicht der Dauerzustand in Deutschland.
Und bei der Aneinanderreihung geht Hager ja auch davon aus das die restlichen LS auch max. belastet sind.
Natürlich wird man bei Industrieverteilungen wo es auf Verfügbarkeit ankommt dafür sorgen das es da zu keinen Problemen kommt.
Aber ob man das auch auf den Ladebereich beziehen kann/muss wage ich zu bezweifeln.
Wobei es natürlich immer auf die jeweilige Situation ankommt die zu bewerten ist.
 
@Don Spring
Natürlich wird das schon so passen, ich selber sehe das auch eher locker da ich dies gut einschätzen kann, will hier nur vermitteln, wie das ein Elektrobetrieb handhaben könnte welches sich immer absichern will um nicht in Verantwortung genommen zu werden falls was passiert. Beispiel man hat ein 5x2,5 für eine CEE16 Steckdose. Die wenigstens Elektrobetriebe werden da eine 11KW Wallbox in voller Leistung anschliessen, sondern diese nur in reduzierter Leistung in Betrieb nehmen wollen, oder neue Zuleitung legen, gibt ja dann Kohle. Und wenn die Hauptverteilung in deren Auge nicht für diese Dauerleistung geeignet ist, dann will man noch eine neue Hauptverteilung verkaufen.

Hier als Beispiel eine Unterputzverteilung mit knapp über 70% Belegung. Umgebungstemperatur der Leitungsschutzschalter über 35Grad bei 25Grad Raumtemperatur.
 

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Alles gut, das schlimmste was ja passieren kann, ist das man im Hochsommer halt nur mit 13A laden kann, weil bei 16A der LS auslöst, was ja nicht weiter schlimm ist.. Wahrscheinlich besteht das Problem nur 1 bis 3% des Jahres wenn überhaupt.

Ich denke jetzt kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden. ;)
 

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