Ein interessantes Projekt, ambitioniert und intensiv. Man muss seine Träume einfach leben.

Die Fassaden PV gefällt mir generell sehr gut, allerdings brauchts im Winter eine sonnige, nebelarme Gegend. Lass dir ein Gesamtkonzept machen und die PV mit Speicher simulieren. Zusätzlich kommt das Auto als Speicher. Ich denke für V2G sind da größere Autos wie der Volvo EX90, mit ca 110 kWh angemessen, der R5 ist mit 50 kWh dagegen ein Zwerg. Man kann ja nur einen Teil des Speichers nutzen.
Das wäre ein Projekt für eine FH oder TU als Master Thesis, dann kostet es fast nix.
Der Spring kann als Demonstrator verwendet werden, man kann damit vieles ausprobieren, aber in so einem Projekt kann er keine Rolle spielen. 26 - 27 kWh sind zu wenig. Wenn dein Spring V2L beherrscht ,kannst du damit einen Growatt Nexa 2000 mit einem Ladegerät aufladen und mit der Nexa einspeisen.
Ein reiner Proof of Konzept.
Effizienz sieht anders aus, die Verluste sind zu groß.
Anders sieht das mit einem Fahrzeug aus, das V2G direkt beherrscht.
Das steckst du in die Wallbox und dein Energiemanagement macht eine Nulleinspeisung, dh es deckt deinen Energiebedarf zu 100%.
Das funktioniert im Sommer perfekt, in der Übergangszeit gut und im Winter gar nicht.
Das Auto wirkt wie ein Speicher mit dem du zufällig auch fahren kannst.
Die Energie kommt aus der Sonne und die fehlt einfach im Winter. Die Fassaden PV holt natürlich das Maximum raus, aber das reicht nicht.
Wärmepumpe und E Auto brauchen genau da die meiste Energie. Das ist ein Naturgesetz.
Wenn du meine Verbrauchskurve des Grauens sehen willst, kann ich sie gerne veröffentlichen. Im Winter geht es sich einfach nicht aus. Mein Anlage hat insgesamt 45 kWp. Sie liefert im Winter 5-10%. Mir würde das V2G im Winter nichts bringen, den ich müsste den Strom irgendwo anders teuer einkaufen.
Daher setze ich zur Überbrückung dieser Energielücke auf Holz. Andere haben noch ihre Ölheizung belassen, weitere Freunde ihren Gasanschluss. Es gibt viele Möglichkeiten.
Im Bestand muss man nehmen, was da ist.
Wichtig ist nur die Elektroinstallation sauber zu strukturieren. Wofür brauche ich eine Not Versorgung? Kühlung, Steuerung, Kommunikation und Kochen.
Womit versorge ich es im Ernstfall. Worauf kann ich verzichten?
Eine gute Möglichkeit sind Subverteiler.
Meine Wärmepumpen hängen jeweils an einer separaten Unterverteilung, die diversen Steuerungen an nur einem Stromkreis, den ich im Notfall versorgen kann.
Ich verwende dazu manuelle Netztrennschalter wo ich 230 V anschließen kann. Diese Extras kostet nicht viel, wenn sie gleich bei der Sanierung mit eingeplant werden.
Lieber ein paar Wochen mehr planen als nachträglich etwas hinzufügen.
Also viel Glück bei deinem Lebensprojekt.
Ich stehe auch vor der Rente und bin beruflich am Rückzug, kann deinen Impuls also gut verstehen. Ich bin vor etwas mehr als 5 Jahren in die Heimat zurück gekehrt. Ich war in Rheinland Pfalz.

Ich vermisse den Rhein und die Pälzer schon irgendwie. Das Frühstück im Büro.... .