Ist eine PV-Anlage für mich sinnvoll, rentabel? JA!

Das hört sich für mich so an als würdet Ihr bewusst bestraft, dafür, daß Ihr Euch bemüht was Sinnvolles zu machen.
Das ist so. Das war schon am Anfang so als die Anlage gebaut wurde. Es wurde versäumt uns auf folgendes hinzuweisen:
Die Anlage hat 14,76kwp (so um den Dreh). Wir hatten 20kwp und einen 20KW Wechselrichter gekauft. Wenn man aber das macht, dann wird man auf Leistungsmessung umgestellt. Da wir damals noch Lurchlauferhitzer hatten wäre das nicht sehr praktikabel gewesen... Gemessen wird dann nämlich die ENTNAHME, die ja nen Teufel mit der Einspeisung zu tun hat... Aber sei es drum. Daher wurde nur 14,76kwp installiert. Dann benötigt man einen Netzzugangsvertrag. Also eingereicht, Überschusseinspeisung 14,76kwp mit 15kWh Akku. Genehmigt: 4KW.
Warum 4KW? Der Netzbetreiber MUSS die gesamte Menge nehmen. Wenn das aber nicht möglich ist, weil das Netz nicht ausgebaut genug ist, dann KANN er nicht. Er sagt also: Kann ich nicht. Weil wir aber unseren Hausanschluss mit 4KW bezahlt haben, MUSS er 4KW nehmen. Und das macht er. Unser Anschluss läuft also auf 4KW (nicht gemessene Leistung, da konnten wir den Durchlauferhitzer auch [mit Genehmigung des Netzbetreibers!]betreiben) Ergo: Er nimmt uns 4KW ab.

Und dann hätten wir einen Antrag auf dennoch 14,76kwp Einspeisung stellen müssen. Der Netzbetreiber hätte dann gesagt: Das geht nicht, müssen wir erst das Netz ausbauen. Wir hätten dann von 4KW auf die nötige Leistung bezahlen müssen, damit unser Netzanschluss mehr KW kann. Dann hätten wir auch keine 14,76 genommen, weil das ist ja nur der Peak bei Volllast. Aber 10KW hätte gereicht. Wir hätten dann also bezahlen müssen für 6KW * ungefähr 200€ = 1200€. Wohlgemerkt, das ist nur ein "Netzanschlussentgelt". Es wird deswegen NICHTS umgebaut bzw. es muss nichts umgebaut werden vom Netzbetreiber. Auch unsere Stromleitung reicht völlig aus, immerhin geht auch jetzt schon der Durchlauferhitzer in eine Richtung. Ferner wäre es, wenn, dann der örtliche Trafo gewesen, der am Limit ist.

Dass man dies aber NOCHMAL mitteilen muss (in der Art von: Wir WOLLEN aber mit 10KW einspeisen und daher von 4KW auf 10KW bezahlen) wussten wir nicht. Und dann war es so: Der Wechsel zu 2025 und mit 2025 neue Netzverträge!
Neuer Netzvertrag sagt nun folgendes (sinngemäß): Eure Anlage muss abschaltbar sein. Eure Anlage benötigt im Sicherungskasten die Möglichkeit zum Anschluss eines Steuergerätes, mit dem wir DEINEN WECHSELRICHTER herunterregeln und abschalten können.

Das bedeutet, wir hätten nochmal den Solarteur beauftragen müssen eine solche Möglichkeit zu schaffen UND, der Netzbetreiber hätte uns nicht nur die EINSPEISUNG abschalten können. Sondern er kann dann, wenn z.B. zuviel Strom im Netz ist (wann ist das wohl?) nicht nur diese abgeschaltet, nein er DARF dann den Wechselrichter abschalten. Und das bedeutet, ich darf noch nicht einmal den Strom von der PV nutzen, ich darf noch nicht einmal den Strom aus meinem eigenen Akku nutzen, sondern dann muss ich Strom KAUFEN. Und der Netzbetreiber diktiert mir auch die Netzkosten.... das heißt er wäre in der Lage mich ein- und auszuschalten wie er selbst es für richtig hält!

Das wollten wir nicht. Und damit bleibt es bei 4KW. Der Netzbetreiber weigert sich natürlich was zu ändern, nur mit neuem Vertrag und damit mit neuer Regeleinrichtung mit der ER regeln kann wie er will. Der Solarteur "wusste das nicht, der dachte wenn 4KW dann geht eben nicht mehr".
Und das ist der Grund, warum wir im Sommer ungefähr 5000kWh wegwerfen. Wenn also Leute schreiben: Meine PV hat xy geliefert, wir haben keinen blassen Dunst was unsere Anlage überhaupt erreichen kann, weil die vorher schon abgeregelt wird wegen den 4KW.

Zu meiner Belustigung ist dann 2025 ein Trafo in derselben Ortschaft 3 Häuser weiter gebaut worden. Da hängen aber wir nicht dran, sondern der Bauer mit seiner großen Riesenanlage. Wir hängen weiterhin am Trafo der am Limit ist. Eine Erweiterung von 4KW will ich wegen dem Abschalten nicht.

Die zweite Belustigung betrifft den Fakt, dass hier im Haus noch eine weitere Wohnung ist, mit einem zweiten Zähler. Und der hat ebenfalls 4KW.... man könnte also wieder 4KW einspeisen..... Dann aber abschaltbar, weil das für alle neuen Anlagen gilt. Komisch, das Hauptargument war, dass der Trafo nicht mehr könne und wir deswegen nur 4KW können..... Naja, jetzt ist es halt so.

Ansonsten gibt es noch die staatliche Förderung mit Einspeisevergütung wie in Deutschland und Österreich auch
Die aber ausgesetzt ist, wenn der Strompreis für 6 Stunden 0 oder unter 0ct liegt. Und rate mal, wann das ist? Genau! Dann, wenn du mit der PV Strom erzeugst! Also nützt die Förderung nix.

Wir werden das also umgehen müssen. Mit nem großen Akku. Denn mit einem großen Akku kann ich 24h am Tag mit 4KW einspeisen, max. demnach 96kWh. In den Mittagsstunden bekommen wir dann 5ct von der ÖMAG und für die anderen Zeiten, also vielleicht 14 Stunden, bekommen wir 5ct von der ÖMAG + Förderung (je nach Höhe des PV-Strompreises) nochmal 7ct Förderung = 12ct.
Ergo 10 Stunden 40kWh*5ct = 2€ und nochmal 14 Stunden 56kWh*12ct = 6,72€. Macht dann 8,72€ für 96kWh. Sind im Durchschnitt 9ct. Größerer Akku? Sinnlos, weil wir ja nur mit 4KW einspeisen können. In den 10 Sonnenstunden nichts einspeisen weil ohne Förderung? Auch sinnlos, dann verpufft es einfach und wir werfen die 2€ weg.

DAS kann uns der Netzbetreiber nicht verwehren. Weil wir für 4KW bezahlt haben, dürfen wir auch 24h mit 4KW einspeisen.... NOCH darf er das nicht.
 
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👍🏼Danke für die Ösieindrücke🫣Das erscheint mir ja noch bürokratischer, als in unserem schönen Schländle zu sein😅
 
Ich gehe davon aus, dass der Solarteur das wirklich nicht wusste. Und ich gehe weiter zu behaupten, dass im Gegensatz der Netzbetreiber das schon weiss und wusste. Er baut ja auch weiter PV-Anlagen auf.
Der neue Netzgebühren-Bonus gilt auch nur für den von einem Energieversorgungsunternehmen bezogenen Strom. Er gilt z.B. nicht auf schon vergünstigte Erneuerbare Energiegemeinschaften. Das bedeutet: Der Strom ist zwar über, und man will ihn loswerden, aber scheinbar sind kleine private Anlagen doch davon ausgenommen. DEREN Strom ist wohl doch nicht über, wie immer behauptet wird.

Der Ausbau der EE wird auch den Kunden sukzessive in Rechnung gestellt. Die Netzgebühren steigen beispielsweise in Niederösterreich dieses Jahr wieder. Die Begründung ist zweierlei:
1. Die Leute entnehmen WENIGER Strom. Das bedeutet bei gleich bleibenden Kosten in Netzebene 7, dass die Kosten auf weniger kWh aufgeteilt werden.
2. Der Netzausbau muss vorangetrieben werden.
Um das zu verdeutlichen einmal die Zahlen:
Guckt es euch an, Zeitraum: 01.01.25 bis 01.01.26. Stromerzeugung in Niederösterreich: 112% des Strombedarfs in einem Jahr. Das sieht die Jahre davor nicht anders aus. Und ja, ein Teil kommt dann, wenn Flaute herrscht aus anderen Kraftwerken. Aber überwiegend versorgt sich Niederösterreich selbst, es exportiert Strom.

Und jetzt guckt euch die Grafik an. Für WEN wird das Netz nun ausgebaut, wenn zu diesen Spitzen in PV-Zeiten noch weitere PV-Großanlagen von den EVUs gebaut werden?
Genau!

Die Netze werden für die EE-Energieversorger ausgebaut. Sie müssen nicht wegen den Endkunden ausgebaut werden. Die Endkunden bezahlen jedoch. Wenn weniger Strom verbraucht wird, dann steigen DENNOCH ihre Kosten. Sie zahlen also für den Export aus Niederösterreich mit. Egal wohin.

Und zum, der Strompreis würde dann günstiger werden. Der Strom wird in Pumpspeicherkraftwerken am Tag für 0-2ct eingelagert und abends/nachts dem Endkunden für 10-13ct verkauft. Weil er nicht in Österreich verkauft wird, sondern weil der Strom wegen Merit-Order ins Ausland (vorwiegend Deutschland) verkauft wird. Konklusion: Die Endkunden in NÖ zahlen den Netzausbau, damit die EVU ihre Überschüsse ins Ausland verkaufen können, während sie selber bestraft werden wenn sie Strom selber erzeugen, ihn verkaufen, und auch wenn sie ihn beziehen, sogar wenn sie darauf verzichten......


Der Gewinn sank. Die EVN ist der größte EVU in Niederösterreich. Bis zur Entkopplung gehörte der EVN auch das Netz Niederösterreich. Nun sind das "zwei Verschiedene". Wobei Netz NÖ zur EVN-Group gehört. Die EVN gehört zum größten Teil dem Staat. Der Netzbetreiber ebenfalls. Und die werden reguliert von der e-control. Die dem Minister unterstehen. Dem ja mit der EVN und dem Netz...... Also technisch gesehen staatlich. Und praktisch gesehen werden Gewinne erwirtschaftet und die EVUs machen Millionen an Plus, die ihre Kunden bezahlen MÜSSEN.

PS: Und wenn jetzt Leistungsmessung kommt, was ist dann mit Wärmepumpen? Was mit E-Autos? Leute die auf Strom umgestiegen sind werden massivst bestraft.
 
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Sie wollen alle nur unser Bestes.....Es ist traurig daß solche Machenschaften funktionieren dürfen.
 
Effektiv ist es also in D,Ö,F
Jeweils die gleiche Sch..... der normale Wahnsinn ist das der normale Kunde dafür bezahlt das man sich staatlicherseits mit den Förderungen vergallopiert hat

Leute wie ich, die da eine Wahnsinnsanlage quasi geschenkt bekommen und zu viel einspeisen für null Geld (20 Jahre, danach gehört sie mir und ich bekomme Geld ),
werden jetzt über der Otto Normalverbraucher zur Kasse gebeten.

Ergo nehme ich jetzt Fahrer seinen Spring, fahre den gegen die Wand und Hans gebe ich die Rechnung und der sagt Vertico soll zahlen, Glückwunsch alle nichts getan , alle keinen Vorteil , hey löhnen/zahlen sollen sie trotzdem
Kein Wunder wenn die sich verarscht fühlen

Und genau deswegen " teile " ich den mir geschenkten Vorteil mit meinen Nachbarn
Nutzen sie den vom Staat ungleich vergebenen Vorteil als quasi Ausgleich zur Benachteiligung , es lebe die gelebte Nachbarschaft
 
👍🏼Danke für die Ösieindrücke🫣Das erscheint mir ja noch bürokratischer, als in unserem schönen Schländle zu sein😅
Auch in Frankreich sind die am Umbauen der Regelungen
Will sagen Der Bürokratieschimmel wiehert überall
vielleicht mit unterschiedlichen Dialekten
aber stinken tut sich der Scheiß zumindest gefühlt überall gleich
 
Man muss das nur in Kombination bringen.
Jemand kauft eine PV, und es wäre sinnvoll über zu belegen. Selbst wenn, und das wäre ja durchaus noch sinnvoll (!!!), die Anlage abgeregelt wird wie beispielsweise meine. Für mich sind die 4KW lästig, aber nicht unbedingt dumm wenn es auf das Netz ausgelegt ist. Was jedoch dumm ist, dass der Netzbetreiber bisher überhaupt nicht WEISS, ob 4KW das Netz am Limit ist, oder in meinem kleinen Kuhkaff nicht doch 10KW sinnvoll möglich wären. Und zwar sinnvoll im Sinne von: Dann wird im Sommer weniger über die Überlandleitungen transportiert und dafür mein Strom verwendet für meine Nachbarn. Die Smartmeter sind da, die Trafos sind aber nicht alle digital, und ausgewertet werden die Daten bisher noch nicht.

Und dann kommt eben ne Straße weiter jemand, der kann ohne Probleme 50-100KW einspeisen. Das ist nur absurd. Ärgerlich? Naja ich hätte sowieso dieselbe Größe aufs Dach gebaut. Aber für jene die neue dazu kommen, warum sollten sie?

Wieso sollten sie sich ein E-Auto kaufen, wenn dann eine Leistungsmessung für 3 mal so hohe Netzkosten sorgt? Dann eben weiter Verbrenner. Wieso sollten sie sich ein E-Auto kaufen, wenn das E-Auto wegen Steuern nach Gewicht diesen teurer macht als einen Verbrenner?
Wieso sollte man sich eine Wärmepumpe kaufen, die die Netzkosten teurer machen? Dann kann man auch einfach irgendwas verheizen.

Und das ärgert. Weil es vollkommen unnötig ist. Wärmepumpenstrom mit einer LWWP müsste, genauso wie Heimspeicher, viel eher nicht subventioniert, sondern eingepreist günstiger sein. Und zwar aus dem Grunde, dass die Dinger bei 24h laufen auch 24h gleichbleibende Last haben können. Noch besser, überdimensioniert man sie, und hat einen Puffer kann man sogar netzdienlich heizen indem zwar vom Wirkungsgrad schlechter geheizt wird, aber das Netz entlastet.

Also man KÖNNTE, wenn man WOLLTE. Man WILL aber nicht, und das ärgert mich.

Denn dann wird gesagt: Aber DEIN Strom im Sommer, diesen Flatterstrom, den will doch keiner! Du schmeißt nur deinen Überschuss rein, den willst DU loswerden. So ein Mumpitz. Wenn dem so wäre, würden die EVU keine PV-Anlagen mehr bauen. Es würden keine neuen Netze gebaut. Das findet alles auch ohne mich statt. Und auch ich muss es mitbezahlen.

Stattdessen werden viele sagen:
Wenn das E-Auto teurer ist, weil es mehr wiegt, dann scheiß ich eben drauf und fahr Verbrenner!
Wenn der Strom teurer wird, dann kauf ich eben keine Wärmepumpe und verbrenn weiter Zeitungspapier!
Wenn es sowieso teurer wird auch wenn ich Strom selber aufm Dach erzeuge, dann kommt eben keine PV aufs Dach!
Wenn es teurer wird wenn ich weniger verbrauche, dann heiz ich eben weiter den Pool auch im Winter!

Es gibt keinen Mechanismus der belohnt für "gutes" Verhalten. Wofür also gut verhalten? Aktien der EVU kaufen und das wars....
 
Seit dem sich damals unsere EVU, also avacon in eon & avacon aufgesplittet hat, waren die mir nur noch unsymphatisch..
:mad:
 

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