SUV - warum werden unsere Autos immer größer?

Bully66

Sehr bekanntes Mitglied
Hier mal ein interessanter Beitrag von Quarks aus dem WDR.
Es wird durchleuchtet, warum unsere Autos immer größer werden, ein - wie ich finde - herrliches Parkplatzexperiment und was wäre, wenn alle solche Autos wie wir fahren würden. Interessant, kurzweilig und wie immer bei Quarks gut recherchiert...

 

Dracula

Aktives Mitglied
Interessantes Argument, witzig dabei dass der Spring auch ein SUV ist, halt ein Mini-SUV.
Wobei man wieder sieht wie weit die Krankheit sich schon zu einer Pandemie entwickelt hat. :)
Ich hatte für mich mal irgendwann Ausschau gehalten zu Q5 und X5. Und musste feststellen dass
es eigentlich nur P..... Verlängerungen sind. Denn es sind keine Sportwagen, und vor allem gibt
es sehr wenig Ladefläche in den riesigen Kisten. Es hat mir also wieder einen Touran gebracht,
wo du 7 Personen oder 2 Betonmischer hintereinander reinstellen kannst, und doch noch in
Parkplätze reinkommst. Mit dem F-Type fahre ich sowieso nicht in die Stadt mit 1950 Breite,
aber eine alte Umweltsau bin ich auch nicht, sowenig ich damit fahre.
Und der Wahnsinn macht ja auch nicht vor der Mittelklasse Halt. Meine Frau hatte früher einen
Golf Plus, weil der mehr Platz über dem Kopf geboten hat als der normale Golf. Was hat VW
gemacht ? Die Produktion eingestellt. Und meiner Frau blieb nichts übrig als einen T-Roc zu
kaufen, und die hat mit Geländefahrt nichts am Hut.
So würde ich das Problem nicht so sehr bei den Menschen sehen sondern eher bei der Industrie.
 

Bully66

Sehr bekanntes Mitglied
So würde ich das Problem nicht so sehr bei den Menschen sehen sondern eher bei der Industrie.
Ein wenig muss ich Dir da widersprechen. Die Industrie kann nur das verkaufen, was auch gekauft wird. Deine Frau hätte ja wieder einen Golf+ gekauft, wenn es ihn noch gegeben hätte. Scheinbar war aber die Nachfrage danach ja nicht so groß, als musste es ein aufgesuvter Polo werden (also T-Roc).
Genauso ist es ja auch mit dem Touran (das wird im Beitrag auch erwähnt). Die Nachfrage geht zurück und die Fahrzeugklasse wird immer weniger gebaut. Neben dem geringeren Verbrauch und dem höheren Platzangebot als beim SUV, fand ich diese Fahrzeuge auch - gerade mit mehreren (Klein-)Kindern sehr praktisch und auch okay.

Nachfrage bestimmt hier - wie in allen Bereichen - auch das Angebot. Kauft keiner SUVs werden keine/weniger produziert. Würde keiner für Fußballübertragungen bezahlen, könnte man das alles wieder kostenlos sehen etc.

Der Spring ist aber von den Abmessungen her schon "besser" und na ja, den Mini-SUV Charakter - ich hätte ihn auch niedriger genommen. Aber so ist auch schön. Auf jeden Fall protzt er nicht mit riesigen Außenmaßen und bietet doch recht viel für seine Größe.

Kofferraum und SUV: im Kia eNiro von meinem Kumpel ist im Kofferraum weniger Platz, als im Spring! Also ist die Autogröße eher sinnlos. Seinen alten Zafira kann er jedenfalls vom Transportvolumen her nicht ersetzen.

Am sinnlosesten finde ich ja solche Autos wie z.B. das GLE Coupé. Hässliche Panzer ohne Mehrwert. Brr. Da wären 20 EUR für den Parkplatz - aus meiner Sicht - noch zu wenig. Alleine was da ein Satz Reifen kosten mag.. Ne, nix für mich.
 

king1944

Mitglied
stimmt auch nur z.T.

Früher wurden die Bedürfnisse von der Industrie "befriedigt"
Heute werden täglich neue Bedürfnisse von der Industrie "geschaffen" !!
nach dem Motto : "Musst du haben" sonst bist du nicht auf dem Laufenden , ob sinnvoll oder nicht .......

gerade gelesen :
 

Ralf Schmidt

Neues Mitglied
Hallo Bully,
der Vergleich mit dem Kia Niro stimmt leider nicht:
1. wird der Niro zum Segment Crossover gerechnet, nicht SUV
2. Der Kofferraum ist deutlich größer als im Spring (451 vs. 270l)

Während unsere beiden mittelgroßen Hunde (23 und 27kg) angenehm im Kofferraum des Niro reisen (ohne "Hutablage"), werden sie im Spring auf der Rückbank fahren müssen oder bei umgeklappter Rückbank. In den Kofferraum geht es definitiv nicht.
 

Silencer800

Mitglied
Der Spring ist von den Aussenabmessungen bis auf die Höhe fast identisch mit einem Polo 2 bzw. Polo 86c aus den 80/90er Jahre.

Das hat damals vielen gereicht, heute muss anscheinend alles größer sein.....

Was früher Kleinwagen waren, sind heute Kleinstwagen.....
 

Bully66

Sehr bekanntes Mitglied
Polo 2 bzw. Polo 86c aus den 80/90er Jahre.
Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube so einen hatte ich. Mit 50 PS in mexicobeige (nicht in blau).

Und wir sind damals vor laaaanger Zeit mit einem Fiat 126a (mit 23 PS) zu dritt nach Norddeutschland gefahren.
Da könnte ich Storys erzählen, will aber niemand langweilen. Dagegen ist der Spring ein echter Riese :)
 

MussEsein

Mitglied
Kann man schon nachvollziehen, dass man sich in einem höheren Fahrzeug besser fühlt als in einem "erdnahen" Kleinwagen, insbesondere, wenn die größeren Fahrzeuge die Mehrheit übernehmen. Und solange der Geldbeutel reicht, stellt sich da für viele auch nicht die Frage, was sein muss, sondern sein soll.

Habe selbst einen Ford Custom, da fahren an Engstellen dann die SUV-Liebhaber lieber rechts ran. Wird mit dem Spring dann wieder umgekehrt sein, vermute ich ...
 

Cosy

Mitglied
Ich fahre lieber einen etwas höheren Wagen, da ich da einfach besser aussteigen kann. Meine Knochen sind nun nicht mehr die besten. Ich hatte vor den Stepways einen kleinen Peugot. Das ging einfach nicht mehr, deshalb war der Wechsel zu einem "höher gelegten" Auto unumgänglich. Es muss aber kein Audi o. ähnliches sein. Ich brauche kein "Statussymbol". ;)
 

Matschek

Neues Mitglied
ACM City One: Sehr interessantes Batteriewechselsystem!

Irgendwann in der Zukunft werden die Batteriepacks, auch für die großen E-Fahrzeuge, nicht mehr fest eingebaut, sondern an Stationen auswechselbar sein. Bei entsprechender Vorplanung per App kaum Wartezeiten. Das wird eine Herausforderung für die PKW- und Batteriehersteller. Sie müssen sich auf Normformate einigen können.

Warten wir ab.


Gruß Matschek
 

MussEsein

Mitglied
Über dieses Thema werden wir wohl in 20 Jahren wieder sprechen können. Beim Smartphone-Ladekabel hat es ja auch nur solange gedauert, bis die EU mal reagiert hat. Und dann nochmal 20 Jahre, bis das Wechselsystem flächendeckend aufgestellt ist. Ich sehe hier keinen "Game-Changer" derzeit. Wieder mal ein schönes Thema für "der Markt wird es richten" versus "den Staatsdirektionismus"
 
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