Stromer laden: Fast jeder macht es falsch

Don Spring

Supermoderator
Teammitglied
Ort
Köln-Nord
Fahrzeug
DACIA Spring
Modell
Comfort+
Modelljahr
2021
Motor
45PS/33kW
Batterie
26,8 kWh
Details
CCS, Polarweiss mit orange
Hier msl wieder ein schöner Bericht, der sich aber selbst widerspricht.

Geotab analysierte Daten von mehr als 22.700 Elektroautos 21 verschiedener Marken. Das Fazit lautet: Zwar altern Batterien durch häufiges Schnellladen (DC) etwas schneller, doch dieser Unterschied ist in der Praxis nahezu irrelevant.

Wer meist mit mehr als 100 Kilowatt lädt, verliert demnach pro Jahr rund drei Prozent seiner Speicherkapazität. Wer sein Auto hingegen geduldig an der heimischen Wallbox (AC) lädt, verliert nur etwa 1,5 Prozent. Dieser Unterschied ist messbar, hat aber keine wirtschaftlichen Auswirkungen.

Wenn man jährlich das doppelte also 3 Prozent an Verlusten hat finde ich das schon erheblich.


 
Meine Meinung: wer auf regelmäßiges Schnellladen angewiesen ist, also viel und oft weite Strecken fährt, sollte vielleicht aktuell doch besser einen Diesel nehmen. Geht mir zwar als E-Auto Befürworter schwer über die Lippen, würde ich in so einem Fall aber auch machen.
 
Wenn man ein haltbaren Akku wöllte und nicht nur nach Beschleunigung und Ladegeschwindigkeit verkaufen will/muss, dann kann man durchaus noch haltbarer Akkus bauen. Ist ja alles nur eine Frage der Anforderung. Man kann Akkus durch deren Chemie unterschiedlich "Einstellen". Es könnte somit sogar einen Usecase dafür geben, einen Akku eher auf schnelles Laden hin zu optimieren und dafür die Entladung stark zu begrenzen. So wie es auch Zellen gibt, die man mit 10C Entladen darf, die aber bei 1,5C max geladen werden dürfen.

Also wenn man nen 50kW Akku hat und dann 75kW Leistung (ja, heutzutage reißt es nicht die Butter vom Brot) abgegeben werden kann ist das für normales Mitschwimmen im Verkehr kein Problem. Dafür, wenn man mal laden muss geht das in einer rasanten Geschwindigkeit.

Man könnte allerdings auch ganz einfach ein paar mehr € wie beim Spring investieren, nen Auto mit LFP kaufen und der Rost erledigt dann den Rest. Da ist dir die degradation mal völlig egal, wenn du den nicht am Limit betreibst. Da schaust du einfach ins Datenblatt zur kalendarischen Alterung und kennst deine degradation.

Das ist nämlich das, was mir persönlich fehlt in meinem Spring. Wenn's mal wer schaffen würde das BMS des 1er zu hacken und anschließend der Drive Unit ne andere Anstromrampe zu verpassen, ich würde den Akku umbauen.
 
Meine Meinung: wer auf regelmäßiges Schnellladen angewiesen ist, also viel und oft weite Strecken fährt, sollte vielleicht aktuell doch besser einen Diesel nehmen. Geht mir zwar als E-Auto Befürworter schwer über die Lippen, würde ich in so einem Fall aber auch machen.
Gerade für die Leute ist ein Stromer die wahre Sparbüchse. Wenn die das nicht kapieren ist denen nicht zu helfen. Natürlich ist da jetzt der Spring nicht die richtige Empfehlung, aber es gibt genügend Modelle, die diese Anforderung, die Du schilderst, souverän erledigen.
 
wer auf regelmäßiges Schnellladen angewiesen ist, also viel und oft weite Strecken fährt, sollte vielleicht aktuell doch besser einen Diesel nehmen
Kommt noch immer auf zu viele individuelle Kriterien an
der Diesel kann individuell augenscheinlich billiger sein
zumeist ist letztlich der Stromer zumeist im Vorteil, kommt effektiv auf die Fahrleistung an
als auch das Ladeverhalten im Gesamten
Mit dem passenden Ladevertrag kann man sehr wohl im Vorteil sein,
aber eben nicht immer
 
Wenn ein Vielfahrer nicht mit Ladevertrag unterwegs ist dann würde der auch nur an Autobahntankstellen den Diesel für 2 Teuro tanken. Ein ganz klein wenig Vernunft wollte ich schon voraussetzen.
 
ok rechne mal meinen alten Twingo mit 3,2 Liter Durchschnittsverbrauch Diesel dagegen
Einkauf Vorführfahrzeug 9 600 zu Inzahlungnahme 3 600
160 000 km in 4 Jahren, eine Reparatur mit 165 Euro Kühlerschlauch defekt
Versicherungsbeitrag 1 370 in vier Jahren incl VK / keine KFZ Steuer da Frankreich

Kostenbilanz gegen einen Stromer bei 130 km Strecke einfach - 260 km je Tag
Standzeit ohne örtliche E Lademöglichkeit

Da war der Diesel die günstigere Alternative
 
Gerade für die Leute ist ein Stromer die wahre Sparbüchse.

Es kann evt. günstiger sein, aber wenn ich jeden Tag an den Schnelllader muss, womöglich noch mehrmals, möchte ich nicht wissen, wie dann der Akku nach 5 Jahren aussieht. Aber alles Spekualtion. Jeder muss sich seine eigene Rechnung aufmachen.
 
wie dann der Akku nach 5 Jahren aussieht
in dem Fall Leasing und schei... druff

rechnet sich evtl

wobei ich hier von den verflUchten Verallgemeinerungen weg will

man sollte nicht nur die eigene Sicht sehen
andere Meinungen und Tatsachen gelten lassen

Mobilität ist INDIVIDUEL und so dann auch die Berechnungen
 
in dem Fall Leasing und schei... druff

ok, macht bei Vielfahrern Sinn. Aber Privatleasing dürfte bei hohen Kilometerleistungen dann auch ziemlich teuer sein. Dem Dienstwagenfahrer ist das alles egal, der schaut höchstens auf die Ladezeiten (und nimmt dann doch den Diesel).

man sollte nicht nur die eigene Sicht sehen
andere Meinungen und Tatsachen gelten lassen

Natürlich. Deswegen sagte ich ja, jeder muss seine eigene Rechnung aufmachen. Wir Dacia-Fahrer haben immer die Kosten im Blick, ansonsten würden wir ja BMW oder Mercedes fahren. Andere interessiert vielleicht nur die Ladezeiten und Reichweiten.
 
Ein Vertreter wird keinen Twingo fahren, daher hinkt der Vergleich.
Wer behauptet denn immer noch, daß Schnellladen der Batterie schadet? Gegen einen Wenigfahrer wird die Batterie wahrscheinlich sogar wesentlich besser dastehen. Die meisten Batterien haben später Feuchtigkeitsschäden, weil sie nie warm genug werden um Kondensat zu verdunsten. Das wird dem Vielfahrer mit oft CCS-Laden nicht passieren. Sonst wären alle Teslas mit über 300000 km nie so weit gekommen.
 
Die Kernaussage ist, dass die Batterie länger als das Auto hält. Das dürfte zumindest beim Spring zutreffen.

Andererseits: Ein 10 Jahre alter Spring mit nem 75 % Akku und ner Reichweite von 170 Kilometern wird auch mit gammliger Karosserie noch einen Käufer finden, während ein gepflegter Spring, mit aufgebrauchtem Akku und einer Reichweite von weniger als 100 Kilometer allenfalls als Teileträger interessant sein wird.

Aber wie auch immer: Moderne Fahrzeuge (E-Autos machen da keinen Unterschied!) sind auf ne Haltbarkeit von allenfalls 10 Jahren ausgelegt. Ein Mercedes oder VW aus den 1980er Jahren hatte da meist die Hälfte seines Lebens noch vor sich.

In Sachen Nachhaltigkeit waren wir in Deutschland mal Weltmeister ohne dass wir damals den Begriff überhaupt verwendet haben.

Heute gilt mehr denn je: Ex und hopp, leider auch bei E-Autos.
 
Ein Vertreter wird keinen Twingo fahren, daher hinkt der Vergleich.
Wie kommst du zu dieser Behauptung??
Insbesondere nachdem ich es genau so erklärt hatte!

Ich habe es getan und mehrere kostenbewusste Kollegen auch,
da kamen von nahezu allen Herstellern kleinste Dieselmodelle in die Garagen,
gerne Vorführwagen mit billigerem Einkaufskonditionen
und eine sehr erboste Vetreterschaft die wirklich riesig Sauer war wie z.B. Peugeot-Citroën
dann mal eben die Dieselmotoren im Kleinwagensegment aus dem Programm genommen haben!

Also stell bitte keine Tatsachen infrage , betreffend dem was ( freie ) Handelsvertreter machen
die müssen nämlich nicht mit Firmenwagen Repräsentieren oder Mitarbeiter locken.

Es muss kein Benz, BMW, AUDI sein, auch kein OPEL, Ford oder VW
wenn der Auftraggeber keinen Wagen stellt,
wird das Fahrzeug automatisch anhand der kostengünstigsten Basis gewählt
unter Wertung des gewünschten Komforts

Wenn man eine Kostenpauschale hat,
oder eben jeden gefahrenen Km abgerechnet - erstattet bekommt,

fängt man ganz schnell an zu rechnen,
bei 30 Cent Erstattung je Km bei Kosten um 10 Cent je Km ergeben sich rund 20 Cent die man über hat
bei 30 Cent Erstattung je Km bei Kosten um 65 Cent je Km ergeben sich rund 35 Cent die man drauflegt

macht bei 260 Km täglich einen Unterschied von rund 143 Euro,
ein Jahresunterschied von über 30 000 Euro
für mich waren es zu der Zeit an zusätzlichem Einkommen mindestens 52 Euro je Tag
je nach Standort den wir aufsuchen mussten waren es dann auch bis zu 600 Km je Tagestour
und dann eben und dann eben 120 Euro je Tag an zusätzlichem Einkommen

Das nennt sich wirtschaftliche Berechnung,

klar wird es immer die Leute geben die dann stur auf den Restwert ihres Benz verweisen
und sich dabei ganz toll vorkommen, und dann irgendwelche Rechenwerte darlegen,
dabei dann aber den Restwertverlust ausser acht lassen und die Betriebskosten erst recht

Und das nenn ich dann Saudämlich

meine Entscheidung gegen einen Stromer war genau diese Berechnung
Stromer bedeutet auch Wertverlust, insbesondere dann wenn die Haltedauer gering ist

es leben die Rechtschreibfehler, habe ich noch welche übersehen
der Finder darf sie behalten
 
Zuletzt bearbeitet:
Stromern oder Dieseln ist ( leider ) noch immer eine sehr individuelle Rechnung
Bei einigen Viefahrern die " günstigen " Strombezug haben rechnet sich der Stromer vielleicht,
gerade bei den alten Teslamodellen mit dem Gratisstrom im Vertrag,

seit wir die grosse staatlich geförderte Photovoltaik haben geht bei uns an den Stromern nichts mehr vorbei

aber ich ( mit 54 jetzt in Rente ) kenne genug Kollegen, die weiterhin am Diesel Kleinwagen festhalten,
weil es für sie anhand ihres Fahrpensums nach wie vor günstiger ist,
einige zumeist unter 120 Km Entfernung bleiben, aber eben auch immer wieder mal Touren von über 500 km haben, ein Fahrzeug das zu lange zum Laden braucht ist nicht tragbar, ein Fahrzeug im E-Segment mit passenden Reichweiten / Ladekapazitäten dann wieder zu Teuer,
man berechne immer Anschaffung, Versicherung, Verbrauchskosten, Wartung als auch insbesondere Restwert was verliert ein Vorführwagen bei 15 000 Euro in 4-6 Jahren und was verliert ein Stromer von 30 000 Euro in der gleichen Zeit?
Bei 250 000 Km in z.B. sechs Jahren sind beide nahezu Nullwertig, ausser eben mancher Benz,
der dann gerade als Eingefahren gilt, nur den bekommt man eben nicht für 15 000 Euro.
Was kostet mein Fahrzeug auf meine Bedürfnisse je Km nach Verkauf / Abschreibung wirklich??
Und das ist die Basis einer jedweden sinnvollen ehrlich -individuellen Berechnung

Aber das geht am Thema dann wieder vorbei, trotzdem sollte man so ehrlich sein
es zu akzeptieren dass das Thema Mobilität noch immer zu Individuel ist,
als das man immer wieder irgendwelche Pauschalbehauptungen aufstellt
 
Zuletzt bearbeitet:
Für knapp neben dem Thema schreibst du es aber sehr ausführlich;-)

Von einem Handelsvertreter hab ich mal einen CX Prestige Turbo gekauft, der war damals dann sogar mit geregeltem Kat weil er ne Tauschmaschine hat einbauen lassen nach über 200tkm. Der wollte erstens entspannt beim Kunden ankommen und dann auch nicht im Sack.

Kenne einen angestellten Servicetechniker der km mit dem AG abrechnen konnte, der fuhr jahrelang immer nur R19, die liefen leidlich aber sie liefen. Und er machte bei seinem großen Einsatzgebiet so (fast) mehr Geld wie mit dem eigentlichen Job...

Bei dem Artikel ist es genauso, die Überschrift reißerisch (oder besserwisserisch - ihr könnt es nicht)
und ist eben verallgemeinernd. Wenn wir den Spring mit 100kW laden könnten wäre das fast 4C.
Wenn der Tesla mit 100 kW läd ist das 1C und damit eigentlich akkuschonend?
Wenn ich mein erstes TWIKE (2kWh Batterie mit 336 Volt - also im Range der Schnellader;-)
mit 100 kW geladen hätte wären mir die 560 Zellen sehr schnell um die Ohren geflogen.

Einziger Satz den ich direkt unterschreibe ist:
Nur zwei Fehler sollte man vermeiden: das Auto regelmäßig komplett leerzufahren oder randvoll stehenzulassen.
Den würd ich auch gerne im Autohaus aufhängen nach deren Volladeorgien und anschließendem Warten auf Teile aus dem fernen Osten...
 
Stimme meinem Vorschreiber voll zu. Mein Kia EV 6 hatte nach 2,5 Jahren noch einen SoH von 98,4 - würde zwar zu 80 % an der Wallbox geladenen, im ersten Jahr aber mindestens 1x in der Woche bei Ionity, weil es da über Kia die kW/h für 29 CT gab - günstiger als bei mir Zuhause. Und der konnte aufgrund der 800 V ordentlich schlucken, wenn richtig vorklimatisiert war ging der immer eine Zeitlang über 200 kW.
Und ob das Auslesen über Carscanner 100 % stimmt würde ich auch nicht drauf wetten.
 

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